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"Immer noch schönere Aufführungen "                                                              

                                                                
Als Fricsay und ich bei der Eröffnung des IGNM-Festes in Salzburg im Jahre 1952 den dritten Satz des 2. Bartók-Konzerts wiederholen mussten, zeigte sich, was schon lange zu erwarten gewesen war: das Stück erwies sich als ein zum klassischen Repertoire gehöriges Werk. Es folgte auf diese Aufführung nicht nur eine Zeit intensiver künstlerischer Zusammenarbeit - wir spielten alleine das 2.Bartók-Konzert ungefähr 60 mal -, sondern zudem die Erneuerung einer fast brüderlichen Freundschaft.

Unsere Beziehung geht zurück auf jene Jahre, in denen Fricsay in Szegedin mit seiner Militärkapelle Platzkonzerte abhielt. Dies übrigens mit der gleichen Hingabe, mit der er später die grossen Klassiker dirigieren sollte.

Es vergingen gut vierzehn Jahre bis zum eingangs erwähnten IGNM-Fest. In dieser Zeitspanne kamen wir unabhängig voneinander zur Überzeugung, dass Bartóks 2. Konzert, welches dem Publikum vorerst noch als unverständlicher Lärm erschien, in Wahrheit eine romantische Musik ist.
Und ich glaube, dass hier das Geheimnis unseres Erfolges in diesem Werk liegt: Ich spielte es mit der gleichen Liebe wie etwa Schumanns Klavierkonzert, und Fricsay betrachtete den Orchesterpart nie als blosse Begleitung, sondern er war ihm ebenso wichtig wie eine Symphonie von Brahms.

Es war nach der Verleihung des "Grand Prix du Disque" für die Bartók-Konzerte, dass wir mit den Wiener Philharmonikern das Zweite Konzert spielten. Und es war dies eine Aufführung, die mir beinahe als die schönste Erinnerung bleiben wird.

                                                                                                      Geza Anda
(Pianist)

Hörprobe Bartók 2. Klavierkonzert

                                         

        

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