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Erste Anzeichen für den späteren Lebensweg

 

    Der Vierjährige vor dem Elternhaus
Die allererste Episode in seinem Leben, an das sich Ferenc Fricsay erinnern konnte, hing schon mit dem Dirigieren zusammen. Und diese erzählte er gerne:

„Mein Vater war Militärkapellmeister, und bei einem seiner Konzerte, die er jeden Sommernachmittag im Freien gegeben hat, verursachte ich eine kleine Aufregung.

Ich war damals vier Jahre alt. Plötzlich verschwand ich aus der Nähe meiner Mutter, mit der ich, wenn immer möglich unter den Zuschauern seiner Konzerte war. Ich ging zum Orchester vor, stellt mich hinter den Rücken meines dirigierenden Vaters und begann voller Hingabe seine Bewegungen nachzuahmen. Mein Auftreten war ein grosser Erfolg – die Zuschauer lachten. Vater merkte das Gelächter, doch liess er sich nicht irritieren, drehte sich auch nicht um. Doch der Veranstalter reagierte blitzschnell, denn das Stück war kein lustiges und das Lachen somit unangebracht: mit festem Griff nahm er mich an dem Ärmchen und beförderte mich an die Seite meiner Mutter zurück.

Unter diesem und ähnlichen Vorzeichen haben meine Eltern beschlossen, gleichzeitig mit meinem Eintritt in die Elementarschule, auch meine musikalische Ausbildung zu beginnen. So begann ich mit dem 6. Lebensjahr Klavier zu lernen. Meine Mutter brachte mich dreimal wöchentlich zum Unterricht und wartete zusammen mit den anderen Müttern, geduldig und strickend, auf das Ende der Lektion.“

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